Husten – was man wissen sollte….

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Husten- und Erkältungsviren werden durch Tröpfcheninfektion beim Husten, Niesen, Sprechen oder Atmen übertragen. Sie dringen in die Schleimhäute der oberen Luftwege ein und vermehren sich dort. Dann dauert es etwa zwei Tage, bis die ersten Erkältungssymptome auftreten. 
Immungeschwächte oder chronisch kranke Kinder sowie Personen, die sich viel in geschlossenen Räumen (Kindergarten, Schule) aufhalten, sind besonders gefährdet.
Der typische Ablauf …
Der typische Spontanverlauf eines akuten Erkältungshustens beträgt bis zum völligen Abklingen etwa 4 Wochen. Wird der Infekt durch besonders hartnäckige Erreger verursacht, kann er sogar 6 – 8 Wochen andauern. Er beginnt mit Brennen in der Brust begleitet von Mattigkeit und Krankheitsgefühl. Im Anschluss klagen die Kinder über einen schmerzhaften, trockenen Reizhusten, der später in einen lockeren Husten mit Verschleimung übergeht. Liegen keine besonderen Umstände vor, wie z.B. Bluthusten, Brustkorbschmerzen oder Atemnot, kann man mit weiteren Untersuchungen zur Diagnostik (z.B. Röntgen) etwa 8 Wochen warten um eine unnötige Strahlenbelastung des Kindes zu vermeiden. Danach sollte man mit einer Stufendiagnostik beginnen um die Ursachen weiter zu ergründen.
Symptome wie:
  • Schnupfen
  • Halsschmerzen
  • Heiserkeit
  • Kopfschmerzen
  • und Fieber
sind häufig völlig normal und begleiten meist auch den Erkältungs-Husten.
Wichtig: Wenn ein Husten länger als eine Woche ohne Besserung anhält, sollten Sie einen Kinderarzt aufsuchen.
Was tun gegen den Husten…?
Die Behandlung der akuten, fast immer viralen Bronchitis mit Antibiotika ist eine der häufigen unnötigen und unwirksamen Maßnahmen, die von Eltern oft aus Sorge um das Kind gewünscht werden.
Der trockene Reizhusten am Beginn einer Erkältung kann äußerst schmerzhaft sein und lässt die Kinder oft weder tagsüber noch nachts zur Ruhe kommen. Mit z.B. Hustenstillern kann man den Hustenreiz unterdrücken und dem geschwächten Körper die notwendigen Erholungsphasen ermöglichen.
Pflanzliche Hustenstiller enthalten z.B. einen Extrakt aus Eibischwurzel, Spitzwegerich, Sonnentau oder Primel.
Wenn nach einigen Tagen mehr Schleim abgesondert wird und der trockene  Reizhusten in produktiven Husten übergeht, können Hustenlöser das Abhusten erleichtern. Bei den frei verkäuflichen Hustenlösern findet man Wirkstoffe wie Ambroxol und Acetylcystein (ACC). Sie lockern den zähflüssigen Bronchialschleim und können so den Krankheitsverlauf verkürzen.
Wichtig: Während Hustenlöser den Schleim verflüssigen, unterdrücken Hustenstiller den Hustenreiz. Bei gleichzeitiger Einnahme kann der gelöste Schleim nicht abgehustet werden.
Möglich ist dagegen die Anwendung von Hustenlösern am Tage zur Erleichterung des Abhustens kombiniert mit Hustenstillern in der Nacht, wenn trotz Schleimabsonderung ein quälender Hustenreiz besteht.

Naturheilmittel

Naturheilmittel, die den Husten lösen, enthalten beispielsweise Extrakte aus den Blättern von Efeu, Thymian, Eukalyptus sowie aus Primelwurzel oder Pelargonienwurzel. Sie haben auch krampflösende und entzündungshemmende Eigenschaften.
Wichtig:
Pfefferminz- und Eukalyptusöl: Für Säuglinge und Kleinkinder gefährlich!
Erkältungssalben, und -Inhalate, die Campher, Cineol (in Eukalyptusöl) oder Menthol (in Pfefferminzöl) enthalten, sind für Säuglinge und Kleinkinder nicht oder nur bedingt geeignet. Außerdem dürfen ätherische Öle bei Säuglingen und Kleinkindern keinesfalls im Bereich von Hals und Gesicht (insbesondere der Nase) aufgetragen werden. Es kann sonst zu Atemnot kommen. Verwenden Sie deshalb für Säuglinge und Kleinkinder nur Produkte, die ausdrücklich für sie geeignet sind und halten Sie sich genau an die Anwendungshinweise.
Pfefferminz- und Eukalyptusöl: Für Säuglinge und Kleinkinder gefährlich!
Wie kann ich das Immunsystem (meines Kindes) stärken …?
Häufig kann ein Husten durch ein starkes Immunsystem abgewehrt werden. Dafür können Sie selbst etwas tun:
Im Alltag unterstützen Sie das Immunsystem mit regelmäßiger Bewegung an der frischen Luft.
Vitalstoffe aus Obst und Gemüse stärken ebenfalls das Immunsystem.
Ausreichend Schlaf und Erholung sorgen für eine gut funktionierende Abwehr.